„Juxtapositions“ nennt Michael Hannwacker seine neue Werkreihe, in der jeweils zwei Fotografien, scheinbar zufällig, einander begegnen. Feine Abstände legen fest, dass die Bilder zusammen gesehen werden sollen, aber nicht zusammengehören. Sie nehmen Beziehung zueinander auf. Doch sie behalten ihre Identität.
Hannwacker findet die Motive für seine Serie in seinem riesigen Bildarchiv, das auf zahllosen Reisen entstanden ist. Meist, aber nicht ausschließlich, sucht er in einzelnen Konvoluten – Tanger etwa, Saudi-Arabien oder Memphis – und der Betrachter spürt vielleicht, dass die Paare eine geografische Nähe nährt. Dann mag er formale Verbindungen erkennen oder verwandte Farbigkeit. Bald sieht er die Gegenüberstellungen als Paare, die schwer wieder zu trennen sind. Auch, weil die Begegnungen nicht nur auf der Oberfläche der Fotos stattfinden.
Denn bei der Recherche zu den Gegenständen der Bilder zeigt sich, dass die Bilder auch inhaltlich unvermutete Beziehungen eingehen. Sie werden nachvollziehbar durch Texte, die Hannwacker den „Juxtapositions“ zuordnet, und der Werkreihe eine zweite Ebene geben.